Operationen bei Kindern

Vorhautverengung (Phimose)

Die Phimose ist eine Verengung der Vorhaut, diese kann nicht vollständig über die Eichel gezogen werden. Bis zum 3.Lebensjahr ist sie eine normale Erscheinung. erst wenn sie über das 3.Lebensjahr hinaus anhält, redet man von einer krankhaften Veränderung.

Symptome

Als erstes können Beschwerden beim Wasserlassen auftreten, wie Nachtröpfeln, die Ballonierung der Vorhaut beim Urinieren sowie das Ablenken des Wasserstrahles nach links oder rechts. Wiederholte Entzündungen (Balanitiden) der Vorhaut und der Eichel sind die Folge, da die Hygiene der Eichel nicht mehr gegeben ist. Die Drüsenabsonderungen der Eichel und der Vorhaut (Smegma) erscheinen in der Form von weißlichen Ablagerungen.

Therapie

Die Therapie kann nur dann konservativ erfolgen, wenn eine wenig ausgeprägte Verengung vorliegt. Bei starken Verengungen ist eine Operation unumgänglich.

Die Operation (Zirkumzision) wird in jedem Fall in Vollnarkose vorgenommen. Der erste Schritt ist das Lösen der Vorhaut von der Eichel. Danach wird die Vorhaut beidseits mit zwei Pinzetten gefasst und angespannt. Die äußere Vorhautschicht wird umschnitten. Es erfolgt dann das Umschneiden der inneren Vorhautschicht etwas mehr über der Durchtrennungslinie des äußeren Vorhautblattes. Nach Abtragen des inneren Vorhautblattes werden beide Vorhautschichten nach sorgfältiger Blutstillung mit resorbierbaren (selbst auflösenden)Fäden zusammengenäht.

Nachbehandlung

Zuhause müssen Sitzbäder mit Kamille bis zur vollständigen Abschwellung stattfinden.

 

Leistenhoden

Als Hodenhochstand wird der angeborene, nicht im Hodensack liegende Hoden bezeichnet. Eltern finden dabei den Hodensack auf einer Seite oder sogar beiden Seiten verkleinert und leer. In der Entwicklung des Kindes im Mutterleib werden die Hoden zuerst in der Bauchhöhle angelegt und wandern dann normalerweise bis zur Geburt durch den Leistenkanal in den Hodensack. Die Wanderung wird durch Hormone gesteuert. Dieser sogenannte Abstieg (Descensus) ist bei 96-98 % der Neugeborenen abgeschlossen. Ist das bei der Geburt noch nicht der Fall, so erfolgt bei 3/4 der betroffenen Jungen ein spontaner Descensus im Laufe des ersten Lebensjahres. Ist der Hoden im Laufe des ersten Lebenjahr nicht im Hodensack, sollte dies operativ geschehen.

Die Operation wird in Vollnarkose durchgeführt. Dabei wird der Leistenkanal mit einem kleinen Schnitt geöffnet. Der im Leistenkanal zum Hoden laufende Samenstrang wird gesucht. Samenstrang und Hoden werden von überschüssigem Bindegewebe befreit und einige Fasern des Cremastermuskels werden durchtrennt. Der Hoden kann jetzt spannungsfrei in den Hodensack verlagert werden. Um zu verhindern, dass der Hoden erneut nach oben wandert, wird er im Hodensack mit einer kleinen Naht fixiert.

Nach der erfolgreichen Behandlung sollte in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden, ob die Hoden noch im Hodensack liegen.

 

Leistenbruch (Hernien)

Siehe Punkt Hernien

 

 

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